Herzlich willkommen auf der "ELVIS und Karate" Themen Homepage es wird hier ausschließlich das Thema Elvis und Karate, von 1959 bis 1974, behandelt.

Dass Text und Bildmaterial dieser Homepage stammt  aus meinem Buch "Elvis und Karate" vom 17.12.1991 (Die Herstellung wurde eingestellt!) Texte und Bilder wurde für die Web Seite überarbeitet und wird in unregelmäßigen abständen ergänzt.


Elvis und Karate

Wann Elvis Presley das erste Mal mit Karate in Berührung kam, ist mir leider nicht genau bekannt. Nach Elvis eigenen Angaben soll es in den frühen Jahren des Business gewesen sein. Sicher ist, dass Elvis schon während seiner militärischen Grundausbildung in Fort Hood/Texas im April 1958 Interesse am Karate zeigte, wie ein Armee­kumpel berichtete.

Es gab hervorragende Karatelehrer unter den Ausbildungsserganten in Fort Hood und Elvis war sehr beeindruckt von den verschiedenen Verteidigungs­möglichkeiten, die es im Karate gibt.

Während seiner Stationierung in Deutschland 01.10.1958-01.03.1960, hörte Elvis von einem gewissen Jürgen Seydel aus Usingen, Herr Seydel war ein Experte in der Karateausbildung.

Elvis fuhr mit seinem Armeekumpel Rex Mansfield im Mai/Juni 1959 zu Jürgen Seydel nach Usingen, um seinen ersten Karateunterricht zu bekommen.  Es handelte sich wahrscheinlich um eine private Karatestunde, da Herr Seydel sein reguläres Karate Dojo (Studio) in Bad Homburg v.d.H. hatte.

Später am 6. Dezember 1959 kam Jürgen Seydel auch in das Haus Goethestraße 14. in Bad Nauheim, welches Elvis für sich und seine Familie gemietet hatte, um ihm Karateunterricht zu geben.

Elvis Trainingspartner in der Goethestraße 14, war sein Armeekumpel, Rex Mansfield, welcher auch das E.P.G. Graceland Book "Elvis in Deutschland" zusammen mit seiner Frau Elisabeth, die Elvis Privatsekretärin während seiner Militärzeit in Deutschland war, schrieb. Mansfield schreibt in seinem Buch, dass Elvis stets darauf achtete, das er nie das ganze Unterrichtsprogramm mitmachte, so dass Elvis immer etwas mehr wusste.

(Anmerkung: Jürgen Seydel konnte sich später 1990 in einem von mir geführten interview nicht an Rex Mansfield als Elvis Trainingspartner in der Goethestraße erinnern).

Auch Priscilla Presley, Elvis Ex-Frau, die er zu dieser Zeit 1959 kennen lernte berichtet in ihrem Buch "Elvis und Ich" von Elvis Karatestunden, die er in den oberen Räumen (Schlafzimmer) des Hauses in der Goethestraße 14 von Jürgen Seydel bekam.


Jürgen Seydel geboren am 12.09.1917 - † 3. August 2008

Den Krieg machte Jürgen Seydel als Funker, Flieger, Dolmetscher (Englisch, Französisch, Russisch) und Sonderausbilder mit. Studienverbot, Rangverlust und Gefängnis waren die Tribute, die er als Widerstandskämpfer im Dritten Reich zahlen musste. Nach beendetem Studium arbeitet Seydel als Graphiker, Redakteur und Schriftsteller.

1939 begann Seydel mit dem Judo-Training an der Universität Bonn. 1955 erfuhr er durch einen Artikel in einer französischen Zeitschrift von dem bis dahin in Deutschland unbekannten Karate. 1959 gründete Seydel das erste Karate-Dōjō Deutschlands in Bad Homburg. Hier lehrte er aus einem Lehrbuch von Henry Plee und mit dem Wissen, das er sich auf Lehrgängen angeeignet hatte. 1959 bestand er die Prüfung zum 1. Dan. Bis 1965 war er damit der einzige Danträger Deutschlands.  (  Wikipedia )

1957 gründet Seydel das erste Karate-Dojo in der Bundesrepublik in Bad Homburg v.d.H, welches heute noch existiert. 1959  nahm Elvis Presley seine erste Karate Stunde bei dem bereits 42 Jahre alten Jürgen Seydel in dessen Dojo in Bad Homburg. 1961 gibt Seydel sein dreiteiliges Karate-Lehrbuch heraus.

Von 1961 bis 1988 war Jürgen Seydel Technischer Leiter und zeitweiliger Präsident des DKB, der Bundesvorstand trug ihm schließlich 1969 das Amt eines hauptamtlichen Geschäftsführers an, das er bis 1980 innehatte. Seit Oktober 1980 ist er im Ruhestand.

Jürgen Seydel starb am 3. August 2008 im alter von 90 Jahren.

Am 6. Dezember 1959 erhielt Elvis Presley den ersten Karateunterricht in seiner Bad Nauheimer Wohnung.

Jürgen Seydel erinnert sich an Elvis Karate-Unterricht in der Goethestraße 14 wie folgt:

Ich unterrichtete dann Elvis zweimal wöchentlich bis zum Ende seiner Dienstzeit bei der Armee in Deutschland im März 1960. Wir trainierten jedes Mal drei volle Stunden, ohne Unterbrechung. Elvis war sportlich und durchtrainiert, begriff schnell, reagierte kühl und präzise. Auf seinen eigenen Wunsch hin packte ich ihn sehr hart an. Elvis machte erstaunliche Fortschritte.

Zwischen den Unterrichtstagen übte er täglich mehrere Stunden. Er trainierte wie ein Irrer, selbst nach einem anstrengenden Dienst. Ob er ehrgeizig sei, fragte ich ihn daraufhin. "Im Karate? Nein, bestimmt nicht." Aber es ist für mich mehr als nur ein Sport, es kommt gleich nach der Musik. Es gibt kein Hobby, für das ich so viel Zeit aufgewendet habe. Elvis wünschte sich, eine Woche unter meinem ersten Lehrer, Murakami Sensei, trainieren zu dürfen.

Wir fuhren zusammen nach Paris und vereinbarten ein tägliches dreistündige Training im Dojo (Karate-Studio) Yoseikan von Meister Murakami, der dort Karate und Kendo Unterricht gab. Es wurde eine recht harte Woche.

Das Thermometer zeigte 6 bis 10 Grad unter Null, der Raum war ungeheizt, manche Fenster zerbrochen und notdürftig mit Pappe abgedichtet. Es gab weder Umkleideräume noch Duschen.

Tetsuji Murakami wurde am 31. März 1927 († 24. Januar 1987) in der japanischen Präfektur Shizuoka, einer Stadt am Meer, rund 250 km südlich von Tokio, geboren. Er begann sein Karate-Studium im Alter von 19 Jahren bei Meister Masaji Yamaguchi,  der Shotokan Karate Do lehrte. Er praktizierte außerdem Kendo, Aikido und mit Meister Minoru Mochizuki lai Do. Im November 1957 kam Tetsuji Murakami auf Einladung von Henry Plee erstmals nach Frankreich, um an der "France Martial Arts Academy" Karate zu lehren. Tetsuji Murakami war einer der ersten japanischen Meister, die nach Europa kamen, um Karate Do zu lehren. 1959 gründet er eine eigene Schule (Yoseikan) in Paris, wo er Karate, Aikido und Kendo lehrte.

Meister Murakami machte jedoch ein so unerbittlich hartes Training, das wir obwohl barfuss und im dünnen Gi (Karateanzug) die Kälte kaum wahrnahmen. Elvis nahm alles gelassen hin, den schäbigen Raum, die Kälte, das ermüdende Training, den Fußweg in den frühen Morgenstunden vom Hotel zum Dojo und zurück. Am Ende des Lehrgangs bat ich Meister Murakami um seine Beurteilung, Elvis sei so sagte er, ein ungewöhnlich ernsthafter und talentierter Schüler. Er habe den Leistungsstand eines 3 Kyu (Braungurt), wenn er noch ein bis zwei Monate trainiere.

Ich könne ihm bei der Rückkehr in die Staaten ohne Bedenken den braunen Gürtel geben. Das war ein hohes Lob des Meisters, denn er war als Lehrer und Prüfer äußerst kritisch und streng.

Ende 1960 schrieb Elvis mir voller Freude und Stolz, nun sei es soweit er habe den schwarzen Gurt.


Karate in Elvisfilmen

Zurück in Amerika drehte Elvis Presley von 1960 bis 1969  27 Spielfilme.

In einigen seiner Filme zeigte er sein Können in Sachen Karate, wie zum Beispiel in:

Loving You 1957 Film Nr. 2

Der Schauspieler Ken Becker, der u.a. auch in G.I.Blues und Roustabout kleine Rollen neben Elvis spielte, hatte mit Elvis eine Kampfszene, in Loving You nachdem Elvis "Mean Woman Blues" gesungen hatte. Dafür waren sie vom Ex-Boxer Joey Gray trainiert worden, trotzdem brach sich Elvis den Mittelfinger der linken Hand und Becker holte sich eine blutige Lippe.

Follow that Dream 1961 Film Nr. 9

In diesem Film wird Toby (Elvis) im Verlauf der Handlung zum Sheriff gewählt, er lehnt es aber ab eine Waffe zu tragen. Einige Gangster, die deswegen glaubten ein leichtes Spiel mit ihm zu haben belehrt Toby eines bessern. Mit einigen gekonnten Judo bzw. Karatetechniken beweist er ihnen, dass es auch ohne Waffen geht, das Gesetz zu wahren.

(Follow that Dream wurde in einigen Zeitungen auch als Karatefilm angekündigt.)

Kid Galahad 1961 Film Nr. 10

In Kid Galahad spielt Elvis einen heimkehrenden G.I., der zunächst als Sparringspartner in einem Boxer Trainingskampf unterkommt, schließlich selber in den Ring steigt und sich als Boxer einen Namen macht.

Für die Box-Szenen wurde Elvis von Mushy Callaghan einem früheren Weltmeister im Weltergewicht trainiert. Callaghan trainierte unter anderem Filmstars wie Errol Flynn, Burt Lancaster und Kirk Dougles für deren Box-Filme. Über Elvis sagte Mushy: "Elvis war mein bester Schüler, er war in ausgezeichneter körperlicher Verfassung, hatte ein natürliches Gefühl für Rhythmus und wäre sicher ein guter Faustkämpfer geworden". Dank seines Karatetrainings begriff er schnell, obwohl er vorher nie geboxt hatte.

G.I.Blue

 

 

Elvis demonstrierte oft während einer Drehpause und inmitten seiner Freunde Karatetechniken sowie kleine Tricks wie z. B. In einer Drehpause zu G.I.Blues mit dem kleinen Finger durchschlug er einen Bleistift, der mit einem Tuch abgedeckt war.

 

 

Roustabout 1964 Film Nr. 16

Während einer sehr realistischen Kampfszene wurde Elvis am Kopf verletzt, die Wunde musste mit 9 Stichen genäht werden.

Girl Happy 1964 Film Nr. 17

Es wird behauptet Elvis hätte in diesem Film so viele Kampf Szenen gehabt, dass er am Ende des Drehtages seine Hände kühlen musste um die Schwellungen zu behandeln.

Harum Scarum 1965 Film Nr. 20

In verschollen im Harem (deutscher Titel) wird Johnny (Elvis) in einer Szene von einem Leoparden angegriffen, Johnny streckt ihn mit einem gezielten Schlag nieder. Worauf hin er dann als Karatekiller für die Bösewichte des Films arbeiten soll, was er natürlich ablehnt.

Change Of Habit 1969 Film Nr. 30

In diesem Film wird Dr. Carpenter's (Elvis) Auserwählte von einem jungen Patienten mit einem Messer angegriffen, natürlich kommt Dr. Carpenter zur Hilfe und wirft den Angreifer mit einer gekonnten Karatetechnik nieder

Natürlich blieben während der Kampfszenen geringfügige Verletzungen nicht aus, wie zum Beispiel in:

This Is Elvis 1980/81 Dokumentarfilm Nr. 3

In einigen Ausschnitten ist Elvis im weißen Karateanzug zu sehen, wie er in Begleitung von Dave Habler das Tennessee Karate Institute in Memphis betritt. Und dort mit Red West einige Karatetechniken demonstriert.


Karate im 68 Comeback

Eine echte Kostprobe seines Karatekönnens gab Elvis im legendären 68 Comeback TV Special.

Diese TV-Show bestand aus zwei Teilen:

Im ersten Teil saß Elvis im Kreise seiner Musiker Scotty Moore, D.J. Fontana, Charlie Hodge und Alan Fortas und sang, sich selber auf der Gitarre begleiten, seine alten Hits und zwischendrin erzählte er von seinen ersten Auftritten.

Im zweiten Teil ist Elvis als wandernder Guitar Man in verschiedenen Musikszenen wie:

 

Mothing ville, Big Bosse Man, Let Yourself Go, It Hurts Me, Little Egypt, Trouble und Guitar Man, zu sehen.

In einer dieser Szenen trifft Elvis auf den Big Boos Man, der eine schöne Frau in seiner Gewalt hat. Im Laufe dieser Szene befreit der Guitar Man die Frau, während der Big Boos Man erst Elvis Jacke zerreißt und dann seine Gitarre zerschlägt.

Weiter wird Elvis im Laufe des Liedes "Tt Hurts Me" von zahlreichen Schlägern, die zum Big Boos gehören angegriffen, doch Elvis der Guitar Man fertigt sie mit gekonnten Handkantenschlägen, Wurftechniken und seit Kicks ab, bis das Lied zu Ende gesungen und auch der letzte -Schurke am Boden liegt.

Die von Elvis so zahlreich niedergestreckten Schurken wurden vom N.B.C. Kung-Fu Ballett dargestellt.


Kang Rhee geboren am 30, Januar 1938 in Seoul, Korea

Trainer von Elvis Presley und Bill "Super foot" Wallace.

Ausgebildet von: Nam Suk Lee. Ausbildung in Kong Soo Do, Chang Mu Kwan, Kwon bup, Kang Duk Won und Han Kuk Hap Ki Do, 1953-1964.

Schwarzgut: 1954 Stil: Chang Moo Kwan. Siebte Dan Kuk Ki Won (HQ Taekwondo in Seoul Korea) 1975. Gründung PaSaRyu Mu Do Assn, in Memphis, TN 1966. Gründer des World Black Belt Bureau.

Kang Rhee war Elvis Karate Lehre von 1970 bis 1974.

Elvis besuchte (Auf anraten Ed Parkers) Kang Rhee Anfang 1970 in dessen Karate Studio in Memphis TN. Elvis trainiert von 1970 bis 1974 unter Master Kang Rhee in Memphis, Tennessee.

Kang Rhee’s PaSaRyu Systems ist eine eklektische Mischung aus dem Koreanischen Tae Kwon Do und Hapkido. Elvis gründet später zusammen mit Kang Rhee das „Elvis – Kang Rhee Institute of Seif Defense" wo Elvis täglich ab 18 Uhr selber unterrichtete.

1973 bekam Elvis von Kang Rhee den 7 Dan.  Im 9. August 1974 übereichte Kang Rhee Elvis während der Abendshow den 8 Dan. in Karate.


Ed (Edmund Kealoha) Parker

Ed Parker geboren am 13. März 1931 - † 15. Dezember 1990.

Er war königlicher hawaiianischer Abstammung, sein Großvater war der legendäre hawaiianische König Kamehameha. In seiner Jugend hatte er viele Straßenkämpfe zu bestreiten und sammelte dort seine ersten Erfahrungen. Er trainierte u.a. auch Boxen und Judo. Sein Ruf als Straßenkämpfer war berühmt, schon mit 11 Jahren kämpfte er mit Männern die älter als 20 Jahre waren.

Anlässlich eines Kirchentreffens traf  Ed Parker  Frank Chow, dieser wurde sein erster Kenpoinstruktor. Frank Chow führte Ed Parker später bei seinem Bruder William Chow ein, der nun dessen Lehrer wurde. Ed wurde in die "Selective Class" aufgenommen und bekam 1951 seinen Schwarzgurt.

Als ein erprobter Straßenkämpfer modifizierte und veränderte er das von William Chow gelernte zu einer effektiveren Kunst. Bei Professor Chow begann Ed Parkers lebenslange Suche nach logischen Antworten auf die vielen Fragen.

Mr. Parker graduierte an der Kamehameha High School und ging dann nach Provo Utah in die USA wo er an der Brigham Young Universität Soziologie und Psychologie studierte. Er lehrte als erster Karate am Uni Campus.

Im September 1956 zogen Mr. und Mrs. Parker nach Kalifornien und eröffneten dort eine zweite Schule. Dank auch den Anstrengungen von seinem engen Freund Terry Robinson, konnte Ed Parker in den darauf folgenden Jahren viel bekannte Persönlichkeiten unterrichten, wie z.B.: Elvis Presley. Das Time Magazine bezeichnete Ed Parker als "Hohen Priester und Prophet  Hollywoods". Er arbeitete an vielen Film- und Fernsehprojekten mit, wie z.B.:

" Revenge of Pink Panther "  - " Curse of the Pink Panther " - " Seven " - " Kill the Golden Goose

Ed Parker traf Elvis, nachdem er ihm während einer Reise nach Kalifornien empfohlen worden war. 1972 ging Elvis in Parkers Studio in Santa Monica und fing an, ernsthaft Karate zu lernen. Es war Parkers Stil von Handkantenschlägen und Stößen, den Elvis auf der Bühne verwendete, wenn er seine Karate Übungen den bewundernden Fans vorführte. Parker wollte Elvis‘ Namen verwenden, um eine Karatemeisterschaft zu promoten, aber der Colonel ließ Elvis nicht daran teilnehmen und dieser Zwischenfall verursachte dann zeitweise Unstimmigkeiten zwischen Ed und dem King. 1978 schrieb er das Buch Inside Elvis.


Auswahl weißer Karateanzüge:

 

 

1)  Elvis erster Karateanzug 1959 in Paris,  2)  Elvis 1960,  3) Elvis 1974 in Kang Rhee's Karate Institute,  4)  Elvis 1974 im Tennessee Karate Institut,  5)  Elvis 1974 im Tennessee Karate Institut,  6) Elvis 1974 im Tennessee Karate Institut mit Bill "Superfoot" Wallace,  7)  Elvis Weiße Kenpo-Karate Jacke,  8)  Elvis 1974 in Kang Rhee's  Institute of Self Defense.


Schwarzer Karateanzug (Kenpo-Karate)

Elvis 1973 mit Ed Parker in dessen Karate-Studio in Santa Monika.

Elvis schwarzer Karateanzug ist ein Karate-Gi, wie er für das Kenpo-Karate üblich ist.

Auf der linken Brustseite der Jacke ist das Kenpo-Karateabzeichen zu sehen. Auf dem linken Oberarm befinden sich die Buchstaben: I.K.K.A. INTERNATIONAL KENPO-KARATE ASSOCIATION das runde Abzeichen darunter ist das Universal-Patch. Auf dem Rücken der Jacke befindet sich ein Aufnäher, von dem ich nur vermuten kann, was sich darauf befindet, nämlich der Schriftzug: PASARYU und einige koreanische Schriftzeichen.

Elvis trägt dazu die übliche Karateanzughose und einen Schwarzen Karategürtel.

Elvis trug diesen Anzug in Ed Parker's Karate-Studio in Santa Monika.


Dave (David) Hebler

Dave Hebler (Elvis Leibwächter von 1972 bis 1976) geboren 1937 in Pittsfield Massachusets.

Mit 19 begann Dave mit Karate. Sein Trainer war Ed Parker.

Später hatte Hebler als Trainer ein eigenes Karate-Studio im Alost Boulevar in Glendors außerhalb von Los Angeles. Ein mäßiges Unternehmen, das ihm jedoch zweihundert Dollar die Woche brachte.

Dave Hebler hatte eine Abneigung gegen Schusswaffen, da ihm als Kind von einem anderen Kind beim Herumfuchteln mit einer Waffe sein rechtes Augenlicht genommen wurde. (Trotzdem trug er während seiner Tätigkeit als Leibwächter für Elvis stets einen 38er Smith and Wesson Revolver.)

Dave war 1972 Karatemeister mit dem 5.Dan, als er Elvis das erste mal traf.

Er erinnert sich an dieses erste Treffen wie folgt:

Eines Herbstabends 1972 traf Dave Hebler Elvis Presley das erste mal. Es war so gegen neunzehn Uhr, als Dave gerade in Ed Parkers Karate-Studio in Santa Monica trainierte.

Auf den Matten standen fünfzehn Top-Champions aus Los Angeles, "Ich erinnere mich noch gut an die Aufregung, die am Eingang zu Ed's Studio herrschte," berichtete Hebler.

"Ich unterbrach mein Training, sah auf und erblickte den ziemlich dramatischen Auftritt eines gut aussehenden, kräftig gebauten Typen, es war Elvis Presley".

Elvis kam Öfter ins Parker-Studio um zu trainieren. Natürlich kam er nicht ohne Begleitung, an seiner Seite befand sich Linda Thompson.

Zu Daves Überraschung befand sich Elvis nach einer kurzen Unterredung auf den Matten gegenüber einigen der tödlichsten Karate-Talenten des Landes. "Ich war Trainer gewesen und hatte mein eigenes Studio, so ist es möglich gewesen, das Ed ihn bewusst mir zugeteilt hatte, weil er vielleicht annahm, dass ich den Problemen, die mit Elvis entstehen könnten, gewachsen sei".

"In diesen Fällen verhält sich ein Teil des Paares als Attrappe. Das heißt, dass er die simulierten Schläge und Stöße einsteckt und so reagiert, als ob die Schläge Treffer wären.

Natürlich sind sie das manchmal. Im Training aber muss man sie so gering wie möglich halten, da man sonst mit gebrochenen Knochen rechnen muss. Wirkliche Karate-Künstler haben völlige Kontrolle über Ihre Bewegungen und ihre Emotionen. Als Spiel ist das ganze völlig ungeeignet". "Nun habe ich solche Situationen ungezählte Male erlebt. Gewöhnlich trainiert man ja mit jemanden, der in etwa die gleiche Erfahrung wie man selber hat, mit jemanden, der weiß, was passiert. Innerhalb weniger Sekunden mit Elvis, war mir klar, dass er erstens halb so viel von Karate verstand, wie ich dachte, und zweitens nicht wusste, wen er vor sich hatte.

"Irgendwie konnte ich mich auf ihn einstellen, und während Ich Ihn wie ein Profi agieren ließ, versuchte ich auf seine Angriffe so zu reagieren, dass sie für Elvis nur halb so schlimm ausfielen, als es möglich gewesen wäre. Glücklicherweise endete Elvis' Karatedemonstration bald. Doch irgendein Schlaumeier schlug dann vor, ein Stehgreif-Tunier zu veranstalten. Mit welchem Schiedsrichter wohl? Elvis". 

Nach Dave Hebler war das selbst für einen Experten keine leichte Aufgabe "Man muss wirklich wissen, was man tut," sagte er. "Die Schläge kommen mit hundert Meilen pro Stunde und man muss sie sehr

schnell kontern. Man muss auch sofort die Schläge, die treffen, von denen unterscheiden können, die in der Luft enden. Das ist mehr als schwierig.

Nun kann man sich vorstellen, wie schwierig das ganze für Elvis war, der das natürlich noch nie bei einem richtigen Turnier mitgemacht hatte". Dave bezog Stellung hinter Elvis, dem Schiedsrichter.

"Ich stand hinter ihm und half ihm, die Aktionen zu erkennen und zu beurteilen, etwa so:

,Linke Hand Schlag rechte Stoß', und ich sagte Elvis die Punkte, damit er den Sieger ermitteln konnte".

Am Ende schüttelte Elvis matt Daves Hand mit einem kleinem Zeichen der Anerkennung dafür, das Hebler ihm Über ein paar unmögliche Momente geholfen hatte, die sogar einem erfahrenen Schiedsrichter Schwierigkeiten bereitet hätten.

Für Dave Hebler gehörten diese zwei Stunden auf den Matten zu seinen seltsamsten Erlebnissen im Karate-Studio.

Heute ist Dave Hebler American Kempo Karate Grandmaster 10th Dan. und gibt Weltweit  American Kempo Karate Seminare.


"The new Gladiators" Elvis Karate-Film

Im August 1974 bekam Elvis von Barbara Streisand das Angebot in ihrem neuen Film "A Star is born" eine Hauptrolle zu spielen. Leider wurde dieses Angebot von Colonel Parker abgelehnt. (Er bestand darauf das Elvis Name als erstes im Vorspann des Films erschien.)

Elvis aber gefiel der Gedanke wieder ins Filmgeschäft einzusteigen sosehr, dass er beschloss - nun - einen eigenen Film zu produzieren, einen Film über Karate, er sollte von den Ursprüngen und der Entwicklung des Karate; wie alles begann, woher es kam, und wie es sich bis heute entwickelte, handeln. Die Idee zu "The new Gladiators" war geboren.

In Zusammenarbeit mit Ed Parker schrieb Larry Geller das Drehbuch, (dieses Drehbuch soll 1995 versteigert worden sein) Elvis arbeitete mit verschiedensten Produzenten und Geschäftsleuten aller Art. Er traf Karatemeister aus den verschiedensten Ländern, schickte Kamerateams zu Karateturnieren, unter anderem nach Hawaii.

(Von diesen Hawaii Turnieren existieren noch Filmaufnahmen, allerdings ohne Elvis.)

Elvis ließ für seine Leibwächter, die alle eine kleine Rolle in seinem Film bekommen sollten Karateanzüge anfertigen, seinen eigenen Karateanzug ließ er für 500$ das Stück. (▲weißer Karateanzug Bild Nr. 8, es gab nur zwei Exemplare) in Japan herstellen. Elvis war von diesem Filmprojekt wie besessen:

Das Ende für seinen Film kam dann genauso schnell, wie alles begann, als Colonel Parker von diesem Projekt erfuhr war es für ihn ein leichtes Elvis Vater Vernon gegen diesen Film anzusetzen, er musste ihm einfach stecken, dass es Geld kosten würde.

Hinzu kam Vernon's Scheidung von Ehefrau Dee, die ihn ein Vermögen kostete, außerdem Vernon's Krankenhausaufenthalt, all diese Dinge ließen die Produktionspläne von "The new Gladiators" mit einem mal vergessen.

All die vielen Karateaktivitäten im August 1974, seien es die zahlreichen Karateanzug Fotos, oder die Karatevorträge und Demonstrationen während seiner Show's, waren wohl auf Elvis Karatefilmprojekt zurück zuführen.

Elvis Presley Gladiators 2009

Elvis hatte 1974 geplant, einen Dokumentarfilm mit dem Titel "The New Gladiators" zu produzieren. Es wurden einige Aufnahmen beim Karate-Training gemacht, der Film jedoch nie fertiggestellt. Einzelne Szenen waren bereits in "This Is Elvis" von 1981 zu sehen.

Mitte August dieses Jahres veröffentlicht Madacy Entertainment eine DVD mit dem verfügbaren ca. 20-minütigen Filmmaterial, dokumentiert von Wayne Carmen.

 

 

Die DVD enthält neben einem Booklet 6 Postkarten als Bonus.

 

 

Klick:  Elvis Presley Gladiators

 

 

 


Weiter in Arbeit.

 

 
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